Eine Fast-Altherrentour – 05.-07.08.2016

Wie jedes Jahr planten wir 3 Herren der AH eine etwas schwierigere Hochtour in den Alpen. Und wie jedes Jahr nehmen wir von Stefan immer eine der Töchter mit. Schließlich muss man den Altersdurchschnitt senken.
Dieses Jahr stand eine Hochtour im Wallis vom 5.08 bis 7.08 auf dem Programm und so stiegen wir leider zu dritt (gerade Stefan hatte sich kurz vorher verletzt), d.h. Daniela, Franz und der Autor von Zermatt aus in 4 ½ Std (incl. Pausen) zügig zur Rothornhütte bei Zermatt auf. Der Wetterbericht versprach für die nächsten 3 Tage Sonnenschein. Um so größer war unsere Enttäuschung, dass wir den Aufstieg zum Obergabelhorn beim Beginn der Kletterei auf ca. 3650 m im Schneeregen abbrechen mussten. Aber bei zunehmend vereisten Fels macht ein weitergehen keinen Sinn mehr. Mit uns kehrten auch die darauffolgenden Seilschaften um. Zurück zur Hütte, nahmen wir ein zweites Frühstück ein und schliefen nochmals eine Runde. Gegen die Mittagszeit wurde nun endgültig die Wetterprognose wahr, und wir erkundeten nun den Weg für den nächsten Tag auf das Zinalrothorn (4221m).
Am Samstag war kurz nach 04.00 Uhr Aufbruch und wir erreichten gegen 10.45 Uhr den Gipfel. Wegen des langen Abstieges und dem vielen "Verkehr" konnten wir leider nicht ausgiebig genug die phänomenale Aussicht genießen. Die nächsten 5 Stunden waren wir voll mit Abklettern, Abseilen und Warten auf die "Stauauflösung" beschäftigt, und so erreichten wir gegen 16.00 Uhr wieder das Firngrat am Beginn der Kletterei. Am frühen Abend kamen wir dann an der Hütte an. Und auch wenn unser "Küken" etwas fertig war, war es doch eine tolle Leistung für sie diesen Berg als 1. Viertausender bestiegen zu haben. Hut ab vor dem Mädchen. Ausschlafen, gut Frühstücken, Absteigen nach Zermatt und heimfahren war unsere Beschäftigung für den Sonntag und der Abschluss für ein tolles Tourenwochenende.