Ein Wochenende am Arlberger- und Karhorn Klettersteig 18.03. - 20.03.2016

Am Samstag wurde es auf der Fahrt nach Warth immer dunkler. Ab und zu regnete es auch. Schöne Aussichten! Das stand aber ganz anders im Wetterbericht!!!

Dort angekommen packen wir unsere Rucksäcke und fahren mit der Seilbahn Steffisalp Express hoch. Beim Aussteigen fängt es nochmal an leicht zu Regnen. Aber weit drüben wird es schon heller. Und tatsächlich können wir dir Regenjacken bald ausziehen. Die Sonne frisst die Wolken weg, die unseren gepanten Grat noch einhüllen und ein leichter Wind trocknet die Felsen rasch ab. Die ersten Schritte sind noch von den Vorgängern matschig, doch dann haben wir perfekte Bedingungen auf dem Karhorn-Ostgrat (B-C). In halber angegebener Zeit sind wir am Gipfel. Weiter geht es mit dem Westgrat (C-D). Da sind wir nicht mehr ganz so schnell. Zurück geht es auf einem bequemen Weglein auf halber Hanghöhe. Auf den Blumenwiesen tummeln sich die Murmeltiere. Mit der Seilbahn schweben wir wieder ins Tal und gönnen uns ein Stück Erdbeertorte und einen Kaffe auf den Sofas der Sonnenterasse des Sporthotel Steffisalpe.

Danach geht es weiter nach Pettneu (hinter St.Anton). Wir übernachten dort am Zeltplatz, die anderen in einer nahegelegenen Pension. Zum Abendessen wird uns die nahegelegene Traube empfohlen. Wir müssen zwar etwas warten aber das Essen war richtig lecker!

Das feine an der Übernachtung ist, das wir einen Pass bekommen, der zur kostenlosen Benutzung der Bergbahnen am nächsten Tag gültig ist. Das sparte immerhin 25€ pro Person. Mit zwei Gondeln fahren wir in das Reich des Schnees hoch. Zu Fuß geht es von dort durch diverse Schneefelder zum Einstieg des Arlberger Klettersteiges (bis D). Ein strahlendblauer Himmel, hier oben hat es keine 32°C wie unten im Tal und nur vor uns einige andere Klettersteiggeher -was will man mehr?

Aber das 'D' hier ist doch eine anderes als das 'D' gestern! Das hier ist eine Nummer größer! Auch die Länge fordert ihren Tribut: den Aufstieg zum letzten Gipfel mache ich alleine; die anderen gehen lieber den Notabstieg runter. So haben wir noch Zeit auf den Blumenwiesen zu liegen und den Blick ins Tal und auf die anderen Gipfel schweifen zu lassen. Und für ein Abschlussbierchen vor der letzten Seilbahn langt es auch noch! Einziger Wermutstropfen ist die Heimfahrt: überall staut es, so fahren wir über die schweizer Seite des Bodensees (zur Hälfte Autobahn) zur A81.