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Alpenvereine aus Ludwigsburg und Montbéliard pflegen ihre Partnerschaft

 

Trotz „Sabine“ noch genug Pulver gefunden:
Alpenvereine aus Ludwigsburg und Montbéliard pflegen ihre Partnerschaft

 

Seit 2005 treffen sich Skitourengeher aus Montbéliard und Ludwigsburg einmal im Jahr zu einem gemeinsamen Wochenende in der Schweiz. „Pulver, Käse und Wein“ lautete auch im Winter 2020 das Motto des Treffens im kleinen Skigebiet von Oberrickenbach, südlich des Vierwaldstättersees. Allerdings hatten auch dort die vielen Sturmtiefs, allen voran „Sabine“, für viel Grün im Tal gesorgt und das begehrte Weiß von den Gipfeln, Rücken und Graten vor allem in die Mulden geweht. Dennoch gelang es den zehn Franzosen, fünf Ludwigsburgern und einem längst fest zur Gruppe gehörenden ortskundigen Schweizer, am Laucherenstock noch Hänge mit Pulverschnee zu finden. Gezielte Tourenwahl in schattigen Bereichen und die Bereitschaft, gute Hänge auch mehrfach zu begehen, trugen dazu wesentlich bei. Herrliche Blicke auf die Gipfel des Titlis oder des Finsteraarhorns und die Seen Richtung Norden erhöhten noch den Genuss, den auch die jeweils letzten Abfahrtsmeter in nassem Pappschnee nicht mehr verderben konnten.

 

Selbst wenn es um die Französisch-Kenntnisse bei den Ludwigsburgern nicht sonderlich gut bestellt sei habe man sich wieder prächtig verstanden, resümiert Wulf Henke. Als Leiter der Alpinsportgruppe kümmert er sich federführend um die Partnerschaft zwischen den beiden Sektionen des Club Alpin Français und des Deutschen Alpenvereins. Die wurde bereits vor Jahrzehnten mit sommerlichen Unternehmungen ins Leben gerufen und erlebt seit einiger Zeit mit Winterfreuden einen zweiten Frühling. Wozu auch der gemeinsame Verzehr kulinarischer Spezialitäten aus Montbéliard beitragen dürfte. Das nächste Wochenende im Februar 2021 ist jedenfalls schon wieder fest vereinbart. Auch die 70-Jahr-Feier der Städtepartnerschaft im Herbst in Ludwigsburg haben sich einige Franzosen schon vorgemerkt.