Wander-FIT April 2019 - Im verschneiten Nordschwarzwald

WanderFit im April 2019 im verschneiten Nordschwarzwald 

die zunehmenden längeren Tage lassen es zu, dass man auch mal ein etwas weiter entferntes Wanderziel ansteuern kann.
Jens hatte sich für seine Naturwanderung die Gegend um Baiersbronn im Nationalpark Nordschwarzwald ausgesucht.
Ziemlich neblig und kühl starteten 18 Teilnehmer am Parkplatz Heuhütte nach dem Ortsausgang Obertal.
Eigentlich hatte die WetterApp ein Abziehen der Niederschläge bis 10 Uhr angekündigt, das klappte nicht so ganz. So starteten wir mit dicken Schneeflocken als Begleiter unsere Wanderung. Nach und nach lies der Schnee dann aber nach, nur die Sonne wollte sich einfach nicht blicken lassen.
Steil bergan gings gleich zu Anfang vorbei am Wasserfall Muckenloch zum  Ruhestein. Dort gabs eine kleine Stärkungspause, bevor wir in den verschneiten Wald einbogen um den 1023 m hohen Melkereikopf zu umrunden.
Jens weihte uns in die Sagen und Legenden des Nordschwarzwaldes ein und wusste die eine oder andere schaurige Geschichte zu erzählen.
Immer wieder entdeckten wir Wildkräuter am Wegesrand, die er zu einer Naturlehrstunde nutzte. So lernten wir das Frauenmantelkraut kennen, welches für beinahe alle Frauenerkrankungen gut sein soll.
Huflattich probierten wir und auch die Brunnenkresse liesen wir uns schmecken.
Auf dem Kamm des Nordschwarzwaldes führte diese Tour uns über Hochweiden und liebliche Heidenflächen zum Schliffkopf.
Die herrliche Fernsicht über die Bergketten des Schwarzwaldes und die Rheinebene wollte sich aber leider nicht auf tun. Auch die bekannten Hinterwälder Weiderinder kommen erst später auf die Höhe. Sie sollen die hier wachsenden Süssgräser fressen und zusammen mit den Ziegen, welche
die Sträucher und Büsche abfressen, die sogenannten Grinden, -was in etwa mit kahler Kopf übersetzt werden kann- offen halten. Heidelbeersträucher säumen die ganze Hochfläche, bis zur Ernte dauert das aber noch einige Monate.
Unser Wanderführer schonte uns nicht, die Pausen spärlich, der Schritt flott, die angekündigten knapp 20 Kilometer längst überschritten gings durch das Naturschutzgebiet Schliffkopf Richtung Kohlplätzle zur Walfachhütte und vorbei am Forellenhof.
Über Buhlbach und den Kraftenbuckel erreichten wir nach knapp 25 Kilometern und 562 Höhenmetern am späten Nachmittag müde unsere Autos.
Die gewohnte Einkehr zu Kaffee und Kuchen wollte sich die Wander-FITler aber trotz der späten Rückkehr nicht entgehen lassen und tatsächlich fanden wir noch ein nettes Cafe mit Leckereien, die wir uns auf jeden Fall redlich verdient hatten.
Ein herzliches Dankeschön an Jens für die Organisation dieser Tour.

 

Bericht: Elke Schröter

Bilder: Franz Leis und Elke Schröter