Skihochtour Hochjochhospitz

Am Freitag sind wir hier um 4 Uhr abgefahren, da es noch der Tag mit dem besten Wetter werden sollte. Der Zustieg durch die Schlucht war ganz gut machbar, wenn auch das Drahtseil auf Knöchelhöhe keine Hilfe war und der ein oder andere Teilnehmer sich sichtlich unwohl fühlte -so ausgesetzt am Abgrund. Unsere Gletscherausrüstung deponierten wir unterhalb der Hütte und gingen gleich weiter auf die andere Talseite, einer Spur zum Saykogel (nördliche Variante) folgend. Diese endete bald und es war selber Spuren/Wegfindung angesagt. Bis zum Sattel unterhalb des Gipfel schafften wir es, hatten noch einen Blick auf die Martin-Busch-Hütte unter uns und den Similaun gegenüber, dann mahnte die Uhr uns zum Umkehren. Der unberührte Pulver der Nordseite war der Lohn. Im Hang gegenüber der Hütte muss uns wohl der Hüttenwart beobachtet haben, denn er fragte uns später: "Das seid ihr gewesen? Und wer von euch kann nicht Skifahren?" Zur Hütte hoch wurde es dann schon wieder schattig, der sonnengeweichte Schnee war schon wieder eisig.
Dank des durchwachsenen Wetters war die Hütte nicht sehr voll. Überall warmes Trinkwasser, eine Dusche und genug Steckdosen um die Smartphones aufzuladen sind neben dem leckeren Essen und den guten Betten sehr angenehm gewesen. Am Samtag zogen wir zusammen Richtung Finailspitze. Einige bogen auf die südliche Route zum Saykogel (3355m) ab, die anderen folgten den Spuren zum Hauslabjoch und suchten sich dann durch den Nebel zum Skidepot an der Finailspitze durch. Das wir den Gipfel (3514m) erreichten, zeigte uns das Gipfelkreuz -sonst war nicht viel zu sehen. Vom Hauslabjoch machten wir noch einen kurzen Abstecher zum Denkmal an Ötzis Fundstelle.
Am Sonntag Morgen lagen dann 10-20cm frischer Pulver. Fast alle Hüttengäste wollten zum Fluchtkogel (3500m) und weiter zur Vernagthütte. Aber heute wollte keiner der erste sein und eine Spur legen. Der Schwarze Peter lag dann bei uns und wir hatten ihn die gesamte Tour durch. Fing der Tag noch mit Sonnenschein an, so hatten wir zur Abfahrt nur noch Nebel und WhiteOut: der Schwaze Peter musste sich anhand des GPS runtertasten, bis wir unterhalb der Nebeldecke wieder eine alte Aufstiegsspur fanden. Die Gletscherausrüstung haben wir wieder mal umsonst rumgetragen.