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Kurzbericht zur Mitgliederversammlung vom 04.04.2019

 

 Die Digitalisierung schreitet auch beim Deutschen Alpenverein (DAV) voran, der im Mai 150 Jahre alt wird. Um entsprechende Weichenstellungen ging es auch bei der Jahreshauptversammlung der Sektion Ludwigsburg am Donnerstag, 4. April im Sportzentrum Ost. Die rund sechzig Teilnehmer billigten außerdem ein weiteres Investitionspaket für die Ludwigsburger Hütte und nahmen die Rechenschaftsberichte der Vorstände und Referenten entgegen.

 

Über 1,2 Millionen Mitglieder zählt der DAV im Jubiläumsjahr, von denen an die 7000 der 1955 gegründeten Sektion Ludwigsburg angehören. Die bietet, wie viele andere, bereits seit drei Jahren eine Online-Aufnahme für Neumitglieder, bei der sich sogar ein provisorischer Ausweis sofort am heimischen Drucker herstellen lässt. In der vergangenen Saison waren die Reservierung von Leihausrüstung und Literatur oder Karten aus der Mediothek übers Internet hinzugekommen. Vorsitzender Roland Fischer lobte ausdrücklich „den tollen Einsatz unseres Service-Centers“, die diesen zusätzlichen Komfort für unsere Aktiven aufgebaut hatten. Letztlich ginge es dem DAV aber darum, die digitale Infrastruktur generell zu erweitern und möglichst alle Sektionen einzubeziehen. Der Nutzen für Bergsteiger lasse sich beispielsweise am interaktiven Tourenportal „alpenvereinaktiv.com“ zeigen. „Das alles gibt es jedoch nicht umsonst“, betonte Fischer. Ohne Gegenstimmen folgte die Versammlung seinem Plädoyer, eine Beitragserhöhung um sieben Euro ab 2020 zu beschließen.

 

Wie immer im Mittelpunkt standen die Berichte der Ressortleiter und Referenten sowie deren Ausblicke auf die Aktivitäten der kommenden Saison. Besondere Aufmerksamkeit erregte dabei die Jugendgruppe mit dem Projekt, den Schlussabschnitt der auch vielen Kreisräten bekannten Kletterei am ‚Ludwigsburger Grat‘ über eine besser gesicherte Variante zu führen. Aber auch der Umweltschutz hat es dem Nachwuchs offenbar angetan: So kümmerten sie sich um den Erhalt von Pionierpflanzen im alpinen Raum, beteiligten sich an der „Putzede“ in den Hessigheimer Felsengärten und unternahmen sogar manche alpine Tour autofrei per Bus, Bahn und Anhalter. Neu im Angebot der über dreißig Übungsleiter ist das Bouldern, das sich in Kletterhallen wachsender Beliebtheit erfreut und für das sich auch Möglichkeiten in außeralpinen Regionen wie in den Felsengärten finden lassen.

 

Für die in der Saison 2019 anstehende Sanierung der Ludwigsburger Hütte hatte die Versammlung noch letzte Weichen zu stellen. Fritz Weller, Hüttenwart des Selbstversorgerhauses am Hauersee, wurde schließlich unter großem Beifall zum Ehrenmitglied ernannt. Laut Roland Fischer habe er in den letzten Jahrzehnten maßgeblich zur Bekanntheit und Beliebtheit der fast 2400 Meter hoch, oberhalb des Ötztals gelegenen Unterkunft beigetragen. „Aufgrund seines unermüdlichen und umsichtigen Einsatzes können wir heuer fünfzig Jahre Wiederaufbau feiern“.