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Zwanzig Mal auf der Ludwigsburger Hütte: Kreisräte als Gipfelstürmer

So ein Jubiläum dürfte im gesamten DAV mit seinen rund 340 Hütten einmalig sein: Zum zwanzigsten Mal machte eine Delegation des Kreistags die Bergwelt rund um die Ludwigsburger Hütte unsicher. Im Sommer 1999 hatte der damalige Vorsitzende Tom Mardicke aus zwei Anlässen die Einladung an den Kreistag ausgesprochen: Die Sektion hatte ihre Lehnerjochhütte bewusst in Ludwigsburger Hütte umbenannt. Dazu kam das ausgeklügelte Energiemanagement auf fast 2000 m, das schon damals weitgehend auf erneuerbare Energien setzte. Landrat Rainer Haas nahm die Einladung an, womit eine wunderbare Geschichte begann: Die Kreisräte ließen sich vom „Sauwetter“ nicht abschrecken, sondern nahmen unsere Tourenangebote gerne an. Bei Kälte und Regen standen sogar einige ohne hochalpine Erfahrung nachmittags auf dem 3075 m hohen Fundusfeiler.

Als Roland Fischer den Vorsitz der Sektion übernahm, kamen regelmäßig „Voraus-Touren“ in die Pitztäler Gletscherwelt hinzu. Auch zum Jubiläum zog es die Kreisräte wieder ins ewige Eis, wenn auch mit Unterstützung der Pitztäler Bergbahnen. Bergsteigerisch auch eher geruhsam, aber spannend: Die Kräuterwanderung mit Naturschutzvorstand Jens Ditlevsen. Oder die Wanderung zur Schäferhütte, um von dort die Wirkung der ersten Sonnenstrahlen auf den Wildspitzgipfel zu bewundern.

Gefeiert wurde am 22. Juli natürlich auch mit Pitztäler „Musi“. Der St. Leonhardter Bürgermeister Elmar Haid war gekommen, ebenso wie ein Vertreter des Tourismusverbands sowie der Sohn der Erbauerin, Günther Schranz. Wie kam es zu dieser zwanzigjährigen Erfolgsgeschichte? Die gemeinsame Bewältigung alpiner Herausforderungen, die sich viele nicht allein zugetraut hätten, hatte offenbar einen Nerv getroffen. Dazu kamen Gespräche in lockerer Runde und beim Wandern, die später manches Thema im politischen Alltag entspannten. Natürlich spielt die herzliche Atmosphäre auf der Hütte mit den Teams von Lydia und heute Anja Holzknecht eine entscheidende Rolle - einige Kreisräte kommen seitdem zusätzlich mit Familie oder Freunden.