Skitour Westfalenhaus

Der Wetterbericht hatte für das dreitägige Skitourenwochenende traumhaftes Wetter bei angenehmen Minusgraden vorhergesagt.
Zu sechst ging es freitags auf's Westfalenhaus, neben Hüttenzustieg war noch ein zusätzlicher Hang angesagt, so dass wir schon ein Gefühl für die Bedingungen bekommen und die 1000 Höhenmeter voll machen konnten. Samstags um 8 Uhr war erst einmal die Abfahrt von der Hütte über einen eisigen Südhang angesagt, um dann den Längentaler Weißenkogel zu besteigen. Im Schatten des Lüsenser Fernerkogels war es sehr frisch, bis wir zwei Stunden später erst in die Sonne kamen und bis zum Skidepot über den Längentaler Ferner aufstiegen. Von dort geht es noch einfach über Blockwerk zum Gipfel, der einen grandiosen Blick auf die Stubaier und Ötztaler Alpen zu bieten hat. Uns erwartete bei der Abfahrt 1a Pulver und abends leckere Lasagne. Da kommen wohl die italienischen Wurzeln des Hüttenwirts durch.
Wir hatten uns für Sonntag für die Schöntalspitze entschieden, um sich die flachen Täler in der Abfahrt vom Westfalenhaus zu ersparen und eine direktere Abfahrt zum Parkplatz in Lüsens zu haben. Dafür muss man seine Spitzkehrentechnik beim steilen Südhang zur Zischgenscharte unter Beweis stellen, die Abfahrtsspuren und die Lawinenbrocken machten es auch nicht einfacher. Zum Gipfel gibt es außerdem leichte Kletterei, wobei das größte Hindernis die Drahtseile am Gipfelkreuz waren, unter denen man mit den auf dem Rucksack befestigten Skiern durch musste.
Die Abfahrt bot traumhaften Pulver und Firn, wobei hin und wieder auch anspruchsvoller Schnee dabei war, der zu manch einem Sturz führte.